What Is Computation?

30. Oktober 2011, 16:26

“The meaning of computation has changed dramatically over the years. Before the late 1940s, computing meant performing mathematical calculations by hand (what nineteenth-century British schoolboys would have called ‘doing sums’). Computers were people who did such calculations. One of my former professors, Art Burks, used to tell us how he had married a ‘computer’—the term used for women who were enlisted during World War II to hand-calculate ballistic trajectories. Alice Burks was working as such a computer when she met Art.”

Pretty obvious and well-known. But then, reading the anecdote narrated in such a matter of fact way nevertheless made me smile. Accustomed to today’s language use, especially with a German background, where “computer” solely is the technical term for the machine, it really seems a bit weird (or at least quite nerdish ;-) ) to “marry a computer”.

Mitchell, M. (2009). Complexity: A Guided Tour. New York: Oxford University Press.

Opportunity

30. Oktober 2011, 15:48

“Opportunity is missed by most people because it is dressed in overalls and looks like work.”

[Thomas Alva Edison]

Ein Schreiben an die Deutsche Bahn

9. Oktober 2011, 19:02

Sehr geehrte Frau Gress, sehr geehrte Damen und Herren,

zur Ihrem Schreiben vom 14.09.2011 möchte ich Ihnen doch noch eine detailliertere Beschreibung des Hergangs am 12.08.2011 mitteilen.

Sie können diese Nachricht ja dann genau so bürokratisch-effizient kommentarlos zu den Akten nehmen oder nach Wahl ins digitale Nirwana befördern. Auf einen unzufriedenen Kunden mehr oder weniger dürfte es Ihnen kaum ankommen.

Dabei ist mir klar, dass ich hier in der Gesellschaft von Zahlungsunfähigen und Zechprellern abgehandelt werde, das verraten mir diese Internetseite und die Art, wie Sie hier E-Mails entgegennehmen.

Den von Ihnen geforderten Betrag von 12,10 EUR habe ich überwiesen. Den Verwendungszweck habe ich vom beigefügten Zahlschein übernommen. Ich hoffe, die richtige Nummer ist dabei, so dass Sie die Zahlung zweifelsfrei zuordnen können. Es gibt wahrlich genug Nummern auf Ihrem Schreiben!

Am 12.08.2011 war ich kurzfristig unterwegs von Ravensburg nach Ulm. Auf Grund der kurzen Reisestrecke und der recht kurzfristig gefällten Entscheidung, überhaupt nach Ulm zu fahren, hatte ich vergessen, schon zu Hause über die Online-Funktion auf www.bahn.de ein Internetticket auszudrucken.

Eine knappe Viertelstunde vor Abfahrt des Zuges am Bahnhof ging ich dennoch davon aus, am Fahrkartenautomaten noch rechtzeitig einen Fahrschein erwerben zu können.

Nun gibt es in der Schalterhalle im Bahnhof Ravensburg nur zwei Fahrscheinautomaten. Den Andrang am früheren Freitagnachmittag hatte ich ein wenig unterschätzt, weil ich, wie gesagt, gewöhnlich schon zu Hause ein Online-Ticket löse.

Dennoch hätte die Zeit dreimal gereicht, um vor Abfahrt des Zuges am Fahrscheinautomaten ein Ticket zu lösen. Einer der beiden Fahrscheinautomaten war jedoch auf Grund einer Verbindungsstörung, den Symptomen nach wahrscheinlich zum Dienstleister, der die Kartenzahlungen abwickelt, nicht verwendbar. Minutenlang signalisierte die “Sanduhr” bzw. eben der sich drehende Kreis, dass der Automat mit was auch immer beschäftigt war.

Ich hatte eigentlich Glück gehabt und mich in die Schlange vor den funktionierenden Automaten gestellt. Just bevor ich an der Reihe war, drängten sich zwei mal (!) rüde andere Fahrgäste vor mich. Ich kann das nun freilich nachvollziehen. Die werden das Problem schon mal gehabt haben; die Erfahrung von der Behörde “Deutsche Bahn” als Verbrecher behandelt zu werden, saß ihnen wohl noch im Nacken. Ich kann verstehen, dass man da, wenn man Termine ausgemacht hat und seinen Zug bekommen will, auch mal Höflichkeit und Anstand außer Acht lässt.

Nachdem die Zeit also derart nun doch voran geschritten und mittlerweile etwas knapp war und eben der zweite Vordrängler vor mir seinen Fahrschein löste, war der zuvor durch das “Wartesignal” (drehender Kreis) blockierte Automat zu meiner Erleichterung wieder zugänglich.

Nachdem ich die erforderlichen Eingaben (Ravensburg-Ulm, einfach, sofort, 2. Klasse, BahnCard 50 usw.) gemacht hatte, wollte ich meine Fahrschein mit Kreditkarte bezahlen. Das war möglicherweise der Fehler, auch wenn Ihr “Technischer Dienst” das Problem in den Log-Dateien offensichtlich nicht auffinden konnte. Anstatt die Kreditkartenzahlung abzuwickeln und den Fahrschein auszudrucken, verfiel der Automat wieder in dieselbe Lethargie wie zuvor. Nach Minuten konnte ich meine Kreditkarte wieder entnehmen, der Automat druckte keinen Fahrschein, sondern begrüßte mich wieder mit dem Startbildschirm.

Zwei Minuten vor Abfahrt des Zuges entschied ich mich, mich nun ohne Fahrschein auf den Weg zum Bahnsteig zu machen. Ein dritter Versuch, am Nahverkehrsautomaten am Bahnsteig einen Fahrschein zu lösen, scheiterte daran, dass selbiger zwar ec-/Maestro-, aber keine Kreditkarten akzeptiert. Das war mir in der Hektik entgangen. Möglicherweise können Sie das verstehen, der Zug war nämlich schon am Einfahren!

Die Mitreisenden waren bereits am Einsteigen, der Pfiff des Schaffners, ich musste mich schnell entscheiden, ob ich meinen Termin in Ulm absagen oder einsteigen wollte.

Vor Jahren gab es einmal die Möglichkeit, Fahrscheine notfalls im Zug zu erwerben. Wenn man nur alle paar Wochen oder gelegentlich Zug fährt, ist es nicht einfach oder zumindest zeitaufwändig, alle Entwicklungen bei der Deutschen Bahn im Blick zu behalten.

In der Hoffnung, dass der Sachverhalt sich im Gespräch mit dem auch durchaus freundlichen Schaffner klären lassen würde, entschied ich mich also, “in letzter Minute” in den Zug einzusteigen, statt auf die gemeinsame Freizeitgestaltung mit Freunden am Freitagabend zu verzichten.

Das war nicht notwendigerweise die falsche, aber in jedem Fall ein teure Entscheidung. Führte sie doch zur Erhebung des insgesamt 2,5-fachen Fahrpreises.

Als Wirtschaftsinformatiker habe ich hin und wieder mit informationstechnologischen Systemen zu tun und ich möchte Ihnen sagen, dass Ihr “Technischer Dienst” auf einem hohen Ross sitzt, wenn sie meinen, zweifelsfrei alle Fehlfunktionen und Ausfälle der modernen Fernverkehrsfahrscheinautomaten durch Log-Dateien oder Störungsmeldungen erkennen zu können. Es wird sich kaum in allen Fällen um physische Defekte an der Hardware oder gar um Vandalismus handeln, so dass ein Technikereinsatz vor Ort von Nöten ist.

Gerade ob z. B. Verbindungsstörungen bei der Abwicklung von Kartenzahlungen, die vermutlich in meinen Fall die Ursache waren, zweifelsfrei und lückenlos unter allen Umständen von der Automatensoftware protokolliert werden, möchte ich doch in Frage stellen. Insbesondere, wenn der Automat nach einiger Zeit in der Lage ist, sich z. B. durch einen Neustart “selbst zu reparieren” und Verbindungen zum und Server beim Zahlungsdienstleister wieder verfügbar sind.

Für eine tiefer als Vermutungen gehende Fehleranalyse fehlen mir hier selbstverständlich die Einblicke.

Mir verbleibt die gezieltere Planung meiner Nah- und Fernreisen, gerade auch, wann immer möglich, im Hinblick auf die Nutzung alternativer Verkehrsmittel (PKW, Flug, Mitfahrgelegenheit u. ä.). So sehr ich die Reisen mit der Bahn wegen der Möglichkeit, nebenher lesen und arbeiten zu können, geschätzt habe, vielleicht kann ich doch zukünftig auf die eine oder andere Bahnreise und sogar die BC50 verzichten.

Ich wünsche Ihrer “Fachbabteilung ‘Technischer Dienst’” weiterhin gutes Gelingen bei der Feststellung von Automatenstörungen und der Einteilung von zahlungswilligen und zahlenden Kunden in Ehrliche und Zechpreller und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Uwe Linck

… to protect the innocent

2. September 2011, 12:06

“A suggestion for future book authors:

‘This story is based on actual events. Only the names AND PASSWORDS have been changed to protect the innocent.’”

(via Alan on https://www.schneier.com/ on the topic of “Unredacted U.S. Diplomatic WikiLeaks Cables Published”)

heise: PIN-Skimming bei Chipkarten möglich

16. März 2011, 15:50

http://www.heise.de/security/meldung/PIN-Skimming-bei-Chipkarten-moeglich-1209205.html

Schon wieder sowas ernstes. Aber dass die Chips auf den Bankkarten sicherer seien, ist auch nur Augenwischerei …

Warum sehen solche Protokolle eigentlich eine Offline-Kommunikation vom Terminal (Bankautomat) zum Chip auf der Karte vor, bei der die eingegebene PIN im Klartext an die Karte (Chip) übertragen wird?

Während die Terminal-Hardware (z. B. der Geldautomat) in der Öffentlichkeit steht und vor Manipulationen offensichtlich nicht effektiv geschützt werden kann?

Wer entwickelt eigentlich solche Systeme und in welchem Jahrhundert leben die Banken so?

Und die Quintessenz wird sein, dass die Skimmer, die wohl oft aus Ländern mit sehr viel weniger Wohlstand/Überfluss als z. B. Deutschland stammen, selbstverständlich professioneller werden und wir in eine neue Runde gehen, in der die geschädigten Bankkunden beweisen müssen, dass nicht sie unvorsichtig mit ihrer PIN umgegangen sind, sondern die Banken den Fehler ins System gebaut haben.